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Mit einem Stipendium nach Indonesien – Interview mit Bendegúz Papp

Németh Nikolett
September 2, 2016

Im zweiten Teil unserer Interviewreihe mit unseren Kollegen beantwortet Projektleiterpraktikant Bendegúz Papp unsere Fragen. Bendegúz hat am Tag der Veröffentlichung des Beitrags seinen letzten Arbeitstag, da er in Kürze mit einem Stipendium nach Indonesien reist. Im Namen aller Kollegen bei Language Experts Group(LEG) wünschen wir ihm viel Erfolg und hoffen, dass wir uns wiedersehen werden!

Gibt es ein Zitat, mit dem Du diesen Beitrag über Dich einleiten möchtest?

Hätt' ich der Himmel besticktes Tuch,

durchwoben von Gold- und Silberlicht,

das blaue, verblasste, dunkle Tuch

aus Abend-, Dämmer-, Tageslicht,

dann würd' ich es breiten unter dir:

Doch arm, der ich bin, hab ich nur meinen Traum,

den ich gebreitet hab unter dir;

behutsam – du wandelst auf meinem Traum.

(William Butler Yeats: Hätt' ich der Himmel besticktes Tuch. Quelle der deutschen Übersetzung: http://www.lieder.net/lieder/get_text.html?TextId=107151)


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Welche Position bekleidest Du in der Firma?

Ich bin Projektleiterpraktikant. Während des Praktikantenprogramms habe ich im Wesentlichen von allen Arbeiten im Zusammenhang mit der Projektleitung eine kleine Kostprobe erhalten. Meine Aufgabe bestand in der Unterstützung der Arbeit der übrigen Projektleiter von der Prüfung der Übersetzungen bis hin zur Kontaktpflege mit den Zulieferern.

Welches war Deine ungewöhnlichste oder interessanteste Arbeit, bevor Du bei LEG angefangen hast?

Das hier ist meine erste richtige Stelle, vorher habe ich als Aushilfe auf dem Bau gearbeitet. Das war insofern sehr nützlich, als ich den ganzen Prozess des Hausbaus mitverfolgen konnte und durch die Arbeit dort um sehr viele Erfahrungen reicher geworden bin.

Welches sind die ersten drei Dinge, die Du tust, wenn Du morgens im Büro ankommst?

Nachdem ich die anderen begrüßt habe, schalte ich den Computer ein und koche Kaffee. Die Arbeit beginne ich mit dem Lesen meiner E-Mails, und dann erledige ich der Reihe nach meine Aufgaben.

Mit welchen 3 Wörtern würdest Du das Team beschreiben?

Sachverstand, Zusammenhalt und Genauigkeit.

Und Dich selbst?

Enthusiastisch, geduldig und hilfsbereit.

Was war bisher die größte Herausforderung bei Deiner Arbeit in dieser Firma?

Das kontinuierliche Lernen. Ich musste mit jedem Projekt immer auf dem allerneuesten Stand sein, und auch bei den einzelnen Teilprozessen musste ich immer neue Massen von Informationen bewältigen. Doch gerade durch diese Herausforderungen war das halbe Jahr, das ich hier verbracht habe, sehr, sehr nützlich.

In die Rolle welcher fiktiven Person würdest Du schlüpfen, wenn Du könntest?

Ich mag sehr viele fiktive Personen, aber tauschen würde ich nur mit zweien von ihnen: mit dem Sohn der Weißen Stute aus dem ungarischen Volksmärchen und mit Bastian Balthasar Bux aus Michael Endes Unendlicher Geschichte. Beide haben mich als Kind und als (beinahe) Erwachsener sehr beeindruckt.

Welche Arbeit würdest Du Dir aussuchen, wenn Du für einen Tag eine andere Arbeit verrichten könntest?

Feuerwehrmann. Der Katastrophenschutz hat mich schon im Gymnasium sehr interessiert und spielt bis heute eine entscheidende Rolle in meinem Leben, denn er ist auch das Thema meiner Diplomarbeit.

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Was interessiert Dich außer der Arbeit? Hast Du ein Hobby?

Ich lerne gerne fremde Sprachen und Kulturen kennen. Meine größte Liebe gilt Irland und Japan beziehungsweise der japanischen und der irisch-gälischen Sprache. Außerdem sind Reisen und Lesen meine Haupthobbys.

Welche Charakterzüge schätzt Du an anderen?

Aufmerksamkeit und Aufrichtigkeit. Wer über diese Eigenschaften verfügt, mit dem kann man sehr leicht zusammenarbeiten und eventuelle Meinungsverschiedenheiten klären.

Was war das beste Buch, das Du je gelesen hast?

Das war die bisher schwerste Frage für mich. Als ich sie gelesen habe, sind mir gleich zehn verschiedene Titel eingefallen. Ich lese sehr gerne, und deshalb fällt mir die Wahl schwer. Ich würde vielleicht den Essayband „Lorbeerhainbuch" (Babérligetkönyv) von Béla Hamvas hervorheben.

Du hast kürzlich ein Stipendium erhalten. Wohin fährst Du, und was wirst Du machen?

Ich fahre für vier Monate nach Indonesien, genauer gesagt nach Yogyakarta. Es handelt sich um ein Stipendium der indonesischen Regierung, und ich werde an der dortigen staatlichen Universität Indonesisch (Bahasa Indonesia) lernen. Ich konnte mich für das Stipendium bewerben, da ich derzeit für das Fach Ostasienstudien an der Katholischen-Pázmány-Péter-Universität in Budapest eingeschrieben bin.

Sag uns etwas über Deine langfristigen Karrierepläne!

Nach der Uni möchte ich im Rahmen eines Doktorandenprogramms weiterstudieren, mein Thema wäre der Katastrophenschutz in Ostasien. Konkrete Pläne für die Zukunft habe ich nicht, ich möchte mich auf jeden Fall mit fremden Sprachen und Kulturen befassen, und so liegt mir auch die Arbeit als Übersetzer oder in einer Übersetzungsagentur.